Lesungen in 2017

"Liebe, Eifersucht und Mord"

Krimilesung mit Karin Büchel und Alexa Thiesmeyer

Freitag, den 17.11.2017 um 19.30h

 

 

 

 

 

Karin Büchel

Diplom-Pädagogin und Autorin aus Bonn-Beuel. Sie schreibt Regionalkrimis,

Kurzgeschichten und Geschichten über Frauen und Männer und über die komischen Seiten des Lebens. Häufig angereichert mit einer Prise von schwarzem Humor. Sie hält Lesungen und hat Bücher im Brighton Verlag und im BoD-Verlag veröffentlicht. Im Oktober 2017 erscheint im CMZ-Verlag ihr Krimi "Die Toten im Ennert". Sie war bereits in 2016 mit Krimilesungen in den Freiräumen zu Gast

(siehe unten und Das Jahr 2016)

Homepage karinbuechel.jimdo.com

 

 

 

Alexa Thiesmeyer

ist 1949 geboren, lebt mit einem Hund, drei Katzen, einem Pony, fünf erwachsenen Kindern und sieben Enkelkindern, die immer mal wieder aus der Nähe oder Ferne auftauchen, sowie einem Ehemann in Bonn. Sie schreibt Kriminalromane und meist kriminelle Geschichten, seit mehr als zwei Jahrzehnten Theatertexte – Komödien, Satiren und Sketche für Erwachsene und Kinder, hat Theater-Workshops

für Kinder und Jugendliche und Jugendtheatergruppen geleitet und mit

ihnen zahlreiche Bühnenstücke erarbeitet und aufgeführt. Sie ist Mitglied der „Mörderischen Schwestern“ und im „Syndikat", ist Juristin und war

als Journalistin und Dozentin tätig. Homepage www.alexa-thiesmeyer.de

Kosten: 12€ inkl. Wein/Selters und Knabbereien

Teilnehmerzahl begrenzt. Daher Anmeldung erbeten.

Wilhelm Busch als Maler und seine Geschichte vom

“Maler Klecksel” - Lesung mit Günter Trunz

12.05.2017

"Günter Trunz präsentiert Maler Klecksel" - musste leider ausfallen Wilhelm Busch gilt als Vater des modernen Comics. Seine Bildergeschichten sind seit Generationen bekannt und beliebt. 1832 geboren kam er mit 15 Jahren nach Hannover an das Polytechnikum um dort Maschinenbau zu studieren. Nach 4 Jahren brach er gegen den Willen seiner Eltern das Studium ab. Sein Lebensziel war Maler. Die alten flämischen Meister waren seine großen Vorbilder. Zunächst studierte er ein Jahr an der Kunstakademie in Düsseldorf, dann ging er nach Antwerpen. Nach einem weiteren Jahr wechselte er nach München, wo er dann von der Kunstszene aufgenommen wurde und in den „Fliegenden Blättern“ und den „Münchner Bilderbögen“ seine ersten Bildergeschichten veröffentlichte. 1865 kam mit „Max und Moritz“ der große Durchbruch.Sein Lebenswerk umfasst etwa 1000 Ölgemälde, die er aber weitgehend zurückhielt, weil sie den an sich selbst gestellten Ansprüchen nicht genügten. Und Geld konnte er damit nicht verdienen. Das Publikum wollte lieber seine Bildergeschichten von Lausbuben Trunkenbolden, Tieren und mehr. Als seine letzte Bildergeschichte erschien dann 1884 „Maler Klecksel“. Die lange Vorrede ist nach Ansicht der Biographen ein Bravourstück der komischen Lyrik und beinhaltet viel Selbst-ironie. Klecksel scheitert als Maler und Künstler und wird nach vielen Episoden letztendlich erfolgreicher Gastwirt. Günter Trunz, Buschkenner und Rezitator aus Lüdinghausen, zeigt im Vorspann seiner Lesung einige seiner Ölgemälde und gibt Hintergrundinformation zu Busch, seinem Leben und Wirken.

"Grimms Märchen" wortwörtlich und in Originalsprache

erzählt von Rose Wolfgarten 

17.03.2017

Verzaubert und entrückt in eine andere Welt ...

Rose Wolfgarten gelang, was elektronische Medien, Fernsehen und Hörbücher nicht mehr vermögen: den Zuhörern in die Augen sehen und erzählen, wirklich erzählen, nicht einmal ein Märchenbuch stand da-zwischen, wortwörtlich und . in der Originalsprache der Gebrüder Grimm. Ein besonderes Erlebnis!

Als Rose Wolfgarten wahrnahm, dass die elektronischen Medien, Fernsehen, Hörbücher, Kinder- CDs ganz selbstverständlich das mündliche Erzählen verdrängten, erlernte und ergriff sie den Beruf der Märchenerzählerin. Sie wollte persönlich einem lebendigen Publikum gegenübertreten, den Zuhörern in die Augen sehen und erzählen, wirklich erzählen; nicht einmal ein Märchenbuch sollte dazwischen stehen. Sie wollte also die Erzählsituation herstellen, wie sie war, ehe die Märchen gesammelt, aufge-schrieben und zwischen Buchdeckel gebannt waren, nämlich willkommene gesellige (und gesellschaftliche) Unterhaltung, an langen Winterabenden im Kreis der Familie, beim Handarbeiten oder Silberputzen in der Gesindestube, zu der man zusammenkam, um einander zuzuhören. Rose Wolfgarten hat sich die Märchen der Brüder Grimm ausgesucht, und sie hat so viel Bewunderung und Achtung vor der hohen literarischen Qualität dieser kleinen sprachlichen Kunstwerke, dass sie diese wortwörtlich und in der Originalsprache weitergeben will. Deshalb hat sie sie auswendig gelernt und trägt sie im Kopf. Ihre Kunst, ihr Ziel, ihre Leidenschaft ist es, beim Erzählen absolute Gegenwärtigkeit zu schaffen, so, als geschähen die Dinge gerade in diesem Augenblick. Sie schaut ihr Publikum an und beobachtet, wie es – trotz der altertümlichen Sprache – nach und nach die eigene Gegenwart verliert und nur noch in der Gegenwart der Erzählung lebt. Homepage www.rosewolfgarten.de

Rose Wolfgarten

Die Erzählerin hörte als kleines Kind ihrer Mutter, von Beruf Rezitatorin, beim Lernen ihrer Texte zu und hatte dadurch früh genaue Vorstellungen von Atem-, Artikulations- und Sprechtechnik sowie von Betonung, Dynamik und Phrasierung literarischer Texte.Später waren Peter Glass und Christiane Willms ihre Lehrer.Mit dem Märchenerzählen will Rose Wolfgarten zur Wiederbelebung einer Form der Unterhaltung beitragen,die durch das Buch und die elektronischen Medien verdrängt wurden, der des lebendigen Erzählens, wie es früher an langen dunklen Abenden, beim Handarbeiten oder Silberputzen, in Gesellschaften und Salons in hohem Maße üblich war. Dabei wendet sie sich aus zweierlei Gründen nicht in erster Linie an Kinder. Zum einen sind Kinder nichtdie ursprünglichen Adressaten der Märchen, zum zweiten werden Kinder vorwiegend vom Inhalt der Märchen fasziniert. Rose Wolfgarten will aber ausdrücklich auch – und gerade bei den Grimmschen Märchen – den sprachlichen und strukturellen Reiz und Zauber dieser literarischen Gattung vermitteln und die reiche Sprache derAlten in unserer Gegenwart lebendig machen. Deshalb erzählt sie zwar frei (d.h. sie hat kein Buch bei der Hand), aber wortwörtlich im Originaltext.

Geschichten aus der Schublade von und mit Heidi Möhker

17.02.2017

Emma in Jeans braucht Leser ...

In persönlichen Kreis las Heidi Möhker in den aus bisher unveröffentlichten Geschichten. Anhand des Jugendromans „Emma in Jeans“ zeigte sie auf, dass auch von kritischen Lesern und Lektoren gelobte Geschichten aufgrund der Themenwahl nicht immer problemlos zu einer Veröffentlichung führen. Die vorgelesene Geschichte „Herrgottsgrund“ dagegen wurde einmal für eine Anthologie abgelehnt, verhalf aber bei einer zweiten Einsendung zur Einladung zum Irseer Pegasus. Neben dem Vortrag ihrer Geschichten erzählte Heidi Möhker aber auch von deren Entstehungsprozess, beginnend bei der ersten noch flüchtigen Idee bis hin zur Überarbeitung, die sie auch gerne mit Autorenkollegen bespricht. Z.B. mit der ebenfalls anwesenden Marita Bagdahn, mit der sie eine langjährige Autorenfreundschaft verbindet. Gäste, die durch den Vortrag selbst inspiriert wurden zu schreiben, können hierzu auch gerne die von Marita Bagdahn in den Freiräumen angebotenen Schreibkurse besuchen.

Geschichten aus der Schublade. Jede(r) Autor(in) kennt sie. Eine Idee, Inspiration, ein Wort irgendetwas führt zu einer Geschichte. Sie sind nicht aus dem Papier gewachsen, Herzblut, Liebe, Angst oder ein anderes wirklich großes Gefühl drängten aus dem Menschen heraus. Ließen Sätze um Sätze fließen, kreierten Charaktere, Landschaften, Leben. Und dann? Stecken sie so einfach in der Schublade fest. Früher der Hintersten im Schrank und heute der Virtuellen auf der externen Festplatte. Manche dieser Geschichten wurde in die weite Welt versendet und kamen abgelehnt nach Hause zurück. Andere sind so zerbrechlich, dass Mensch sie gar nicht erst der Welt anvertrauen mag. Und gut. Einige gehören auch einfach nur dahin, wo sie nun sind. In die Schublade oder vielleicht doch besser in den Papierkorb, am besten virtuell, weil um das Papier beim Ausdruck wäre es schon zu schade. In diesen literarischen Schubladen sind aber auch Schätze versteckt. Manchmal ähneln sie ein bisschen dem Diamanten, der erst noch aus der Kohle gepresst werden will. Heidi Möhker öffnet am 17.02. ihre literarische Schublade und liest aus unveröffentlichten, abgelehnten, gelobten aber auch Zuhause verbliebenen und vielleicht auch schlechten (denn entscheidend, ist doch immer das Auge des Betrachters) Texten. Mit dabei sein wird die Geschichte „Herrgottsgrund“, die zunächst bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb abgelehnt wurde, um dann zu einer Einladung zum Irseer Pegasus zu verhelfen. (Einladung zum Ausdruck: siehe Download rechts)

 

 

 

 

 

 

Heidi Möhker

Die Autorin 1968 in Düsseldorf geboren, lebt schon immer mit Geschichten, erlesenen und eigenen. Mit dem jüngsten ihrer drei Kinder und der Katze Lisa zieht sie gerne um, zuletzt nach Rheinbach in die Voreifel.Heidi Möhker ist Mitglied im Netzwerk der Mörderischen Schwestern sowie im Syndikat und arbeitet nach der Veröffentlichung einiger Kurzgeschichten auch an ganzen Büchern, zuletzt wurde „Zwiebelangst“ von ihr veröffentlicht. Homepage www.heidimöhker.de

 

Krimilesungen 2016