Lesungen in 2018

Für die Lesungen können ab sofort Gutscheine erworbenen werden und Karten gibt es ab sofort direkt über das Kontaktformular dieser Homepage bzw. können telefonisch bestellt werden (AB). Ab Mitte Januar stehen als Vorverkaufsstellen auch die "herzkammer" in St. Augustin-Hangelar und ROSENROT-Damen und Kinder-secondhand in Vilich-Müldorf  zur Verfügung. Darüber hinaus nimmt das Stadtteilbüro "mitten im leden" in Vilich Anmeldungen entgegen (Adressen siehe Spalte rechts). Öffnungszeiten erfahren Sie hier: www.herz-kammer.de; www.mitten-im-leden.de; www.rosenrot-kindersecondhand.de 

Freitag, 26. Januar 2018 um 19.30 Uhr im Anschluss an die Vernissage

Lesung „Fast wie im richtigen Leben“ mit Anja Martin, Stefanie Endemann und Herbert Reichelt

 

Kosten: Vorverkauf 10€ Abendkasse 12€ inkl. Wein/Selters/Knabbereien

Zum Inhalt

Engel auf Abwegen. Manager auf verlorenem Posten. Züge, die (nicht) überall halten - und im Kühlschrank ein Joghurt, der existentielle Fragen stellt: Das Bonner Autorentrio Lit-Eratum liest Geschichten, die das

Leben schrieb - garantiert selbst erfunden. Begleiten Sie Stefanie Endemann, Anja Martin und Herbert Reichelt auf ihrer Spurensuche jenseits ausgetretener Pfade.

 

Zu den Autoren

Anja Martin, Autorin, Redenschreiberin und Rezitatorin, lebt und arbeitet in Bonn. Im Frühjahr erschien ihr Buch "Mann mit Hut - skurrile Geschichten" im Bonner Kid Verlag.

Herbert Reichelt lebt als Autor von Krimis und komischen Gedichten in Wachtberg. Er leitet die „Schreibwerkstatt Godesberg“ im Bad Godesberger Kunstverein und organisiert – gemeinsam mit Dieter Dresen – den überregionalen Lyrikwettbewerb „Wachtberger Kugel – Preis für komische Lyrik“.

Stefanie Endemann aus Bonn gibt nach einem anstrengenden

Berufsleben ihrer Vorliebe fürs Schreiben Raum und hat an verschiedenen Stellen veröffentlicht. Man sagt ihr ein spezielles Talent

für Groteske im Alltag nach. 


Sonntag, 28. Januar 2018 als Matinee um 11 Uhr

Harald Gesterkamp liest aus „Humboldtstraße Zwei“ und beleuchtet das Schicksal einer deutschen Familie zwischen 1934 und 2014.

Zum Inhalt

Das Schicksal einer deutschen Familie zwischen 1934 und 2014. Gesterkamp erzählt die Geschichte der Familie Plackwitz über drei Generationen aus unterschiedlichen Perspektiven. Erich Plackwitz ist in den Dreißiger Jahren als Richter am Amtsgericht in Jauer, einer

Kleinstadt in Schlesien tätig. Er verachtet Hitler und den National-sozialismus, dennoch muss er hilflos zusehen, wie sich Deutschland vom Rechts-staat immer mehr zum Unrechtsstaat entwickelt. Seine Tochter Elise liebt ihr Elternhaus in der Humboldtstraße Nr. 2, doch muss sie es nach Schule, Studium und Flakhelferinnen einsatz aufgeben. Nach dem Krieg fasst sie in Westdeutschland Fuß, macht eine Ausbildung und gründet eine Familie. Doch die Sehnsucht nach Schlesien brodelt weiter in ihr. Ihr in Bonn lebender Sohn Andreas kann das nicht nachvollziehen. Erst als seine Mutter alt und krank ist beginnt er sich für ihre Lebens-geschichte zu interessieren und begibt sich auf Spurensuche. Ein altes Kriegstagebuch der Mutter hilft ihm dabei.

Harald Gesterkamp schafft mit seinem Roman „eine Geschichtsstunde von beträchtlicher Wucht, die bis in die Gegenwart reicht und ungeheuer spannend ist“ (Schnüss, Bonn).

 

Zum Autor

Harald Gesterkamp, geboren 1962 in Münster, ist Autor und Journalist. Er lebt in Bonn und arbeitet als Redakteur beim Deutschlandfunk in Köln. Vorher war er Redakteur bei Amnesty International. Nach zahlreichen Veröffentlichungen in Sachbüchern ist „Humboldtstraße

Zwei“ sein erster Roman. „Humboldtstraße Zwei“

 

Kosten: Vorverkauf 8€ Tageskasse 10€ inkl. Sekt/Selters und Knabbereien


Dienstag, 30. Januar 2018 um 15.30 Uhr Ursula Kosser nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise in

"Die geheimnisvolle Welt der Tagebücher unbekannter Menschen"

Kosten: Vorverkauf 8€; Tageskasse 10€ inkl. Kaffee/Tee und Gebäck

Zum Inhalt

„Die geheimnisvolle Welt der Tagebücher unberühmter Menschen“ erforscht von Ursula Kosser. Seit einigen Jahren haben diary slams, Tagebuchprojekte in Zeitungen, Funk und Fernsehen großen Zulauf. Diesen Trend hat Ursula Kosser aufgegriffen. Sie stellte Kindern, Jugendlichen, Männern und Frauen, unabhängig von Alter, Beruf oder Bildung die Frage:„Schreibst Du, Schreiben Sie eigentlich Tagebuch?“ Eigentlich rechnete Kosser mit peinlichem Schweigen oder im schlimmsten Fall mit einem berechtigten „Was geht Dich das an?“ Was sie dann tatsächlich erlebte war verblüffend. Denn die meisten antworteten mit einem schlichten „Ja“ und erlaubten ihr auch noch, in ihren intimsten Bekenntnissen zu stöbern und Teile daraus zu veröffentlichen. Der Prozess der Recherche und das gemeinsame Lesen inTage-büchern Unberühmter bilden die Rahmengeschichte für ihr liebenswertes Buch. Es geht in ihnen um die ganz großen Gefühle von Menschen - und da ist es ganz gleich, ob der Tagebuchschreiber über Sex, Gott und Zukunft nachdenkt, im Tagebuch der Exfrau schnüffelt oder der Teenie überlegt, wie er den Eltern die letzte Sechs in Mathe beibringen kann.Ursula Kosser nimmt die Zuhörer mit auf eine bezaubernde Reise in die Welt der Tagebücher und die ganz großen Gefühle der Menschheit.

 

Zur Autorin

Ursula Kosser wurde 1958 in Bonn geboren, dort studierte sie Geschichte und evangelische Theologie und arbeitet seit über 30 Jahren als Journalistin. Unter anderem war sie neun Jahre als Redakteurin beim

Spiegel im Bonner Hauptstadtbüro tätig. Von 2000 bis 2014 war sie Chefin vom Dienst für RTL und n-tv im Landesstudio München. Seither lebt sie als freie Journalistin und Autorin in Bonn.

 

Hinweis

Am 06.02. von 15.00h - 18.00h wird es einen Workshop mit Frau Kosser zum Thema "Die Welt der Tagebücher" geben (siehe: Die Welt der Tagebücher)


Mittwoch, 31. Januar 2018 um 10.30 Uhr erzählt Ellen Klandt von ihrer eigenen Spurensuche im Rahmen der Lesung aus ihrem Buch „Zwei schöne Fensterplätze in den Krieg“.

Zum Inhalt

„Zwei schöne Fensterplätze in den Krieg“- Die Geschichte eines Bonner Paares. Zwei junge Menschen schreiben sich Liebesbriefe. Franz ist als Soldat vor Leningrad, erlebt die Belagerung der Stadt und den Rückzug seiner Einheit bis an die Westfront. Von Kämpfen ist die Rede, aber auch von ausufernden Feiern hinter der Front. Annelie lebt im Bonner Norden bei ihren Eltern, berichtet über Bombardements, aber auch von

heiteren Abenden unter Freundinnen. Beide trauern über die Zerstörung der von ihnen geliebten Heimatstadt. Sie schreiben von ihrem Alltag, ihren Ängsten und ihren Hoffnungen auf eine friedliche Zukunft. Ihre Tochter, die Autorin des Buches, hat Briefausschnitte und Zeitdokumente ausgewählt und den gemeinsamen Weg des Paares nachgezeichnet. Eine Reise in die Vergangenheit und eine Suche: Wer waren die Eltern? Welches Erbe geben sie an ihre nach dem Krieg geborenen Kinder weiter?

 

Zur Autorin

Ellen Klandt wurde 1950 in Bonn geboren. Nach 40 erfolgreichen und beglückenden Jahren im Schuldienst, ist sie nun im Ruhestand. Sie ist Mitglied der Schreibgruppe „Schattenspringer“ in Bonn. Die Autorin ist

verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

 

Hinweis. Am 28.02. von 09.30h - 12.30h wird es bei Interesse einen Workshop mit Frau Klandt zum Thema geben.

 

 

 

Kosten: Vorverkauf 8€ Tageskasse 10€ inkl. Kaffee/Tee und Gebäck

 


Freitag, 2. Februar 2018 um 19.30 Uhr Kriminelle Spuren -  Szenische Lesung aus Kriminalromanen von Alexa Thiesmeyer mit Schauspielern der Bonner Theatergruppe "Die Startisten"

Zum Inhalt

Informationen folgen

Zur Autorin

Alexa Thiesmeyer lebt mit einem Hund, drei Katzen, einem Pony, fünf erwachsenen Kindern und sieben Enkelkindern, die immer mal wieder aus der Nähe oder Ferne auftauchen, sowie einem Ehemann in Bonn. Sie schreibt Kriminalromane und meist kriminelle Geschichten, seit mehr als zwei Jahrzehnten Theatertexte – Komödien, Satiren und Sketche für Erwachsene und Kinder, hat Theater-Workshops

für Kinder und Jugendliche und Jugendtheatergruppen geleitet und mit ihnen zahlreiche Bühnenstücke erarbeitet und aufgeführt. Sie ist Mitglied der „Mörderischen Schwestern“ und im „Syndikat", ist Juristin und war als Journalistin und Dozentin tätig.

Informationen zur Bonner Theatergruppe "Die Startisten" folgen


Sonntag, 4. Februar 2018 um 16.30 Uhr begibt sich Bea Tradt mit den Zuschauern auf eine unterhaltsame Zeitreise in die 60er-Jahre: "Mit 17 hat man noch Träume - Heitere Erinnerungen an Pubertät und Jugend im Bonn der verrückten Sixties" 

 

Zur Person

Bea Tradt: Alter: 65 C (fast 66)
Beruf: Privatière ( = Rentnerin seit dem Sommer 2017), vorher Grafik-Designerin, Lehrerin, Reiseleiterin und zuletzt Angestellte bei einem Bonner Kreuzfahrten Veranstalter

 

Zum Inhalt

    Kosten: Vorverkauf 8€ Tageskasse 10€ inkl.

    Sekt/Selters/Knabbereien


Mittwoch, 14.Februar 2018 um 15.30 Uhr Lesung mit Prof. Dr. Günter Vollmer auf den "Spuren des Alters":

"Wie? Sie sind auch schon siebzig?"

Zum Inhalt

Zum Autor

Günter Vollmer (* 10.März 1940 in Engelskirchen) ist ein deutscher Chemiker und Hochschullehrer für Chemie und ihre Didaktik und Begründer des Instituts Unternehmen & Schule, das Lernpartnerschafts-netze von Schulen mit Unternehmen aufbaut. Neben seiner Lehrtätigkeit ist/war er als Buchautor, Autor von Medien für die Aus-, Fort- und Weiterbildung, Herausgeber und Drehbuchautor sowie als Moderator verschiedener Video- und Fernsehproduktionen tätig.

 

Kosten: Vorverkauf 8€ Tageskasse 10€ inkl.Sekt/Selters/Knabbereien


Freitag, den 16. Februar 2018 um 19.30 Uhr stellt Karin Büchel ihren neuen Krimi „Die Toten vom Ennert“ vor.

Zum Inhalt

"Die Spur führt nach Beuel!" Karin Büchel wird aus ihrem neu erschienen Roman "Die Toten vom Ennert" lesen. Ein Rheinland-Krimi, in dem es um einen toten Jugendfreund, um moralische Abgründe in Bonn und um ein altes Verbrechen geht. Der erste Fall für Kommissarin Mira Jäger.

Im Ennert, dem Naherholungsgebiet auf Bonns rechter Rheinseite, wird eine Leiche gefunden – Utz Bracker, ehemaliger Musiker,Frauenschwarm und die erste große Liebe der Kommissarin Mira Jäger. Was nun?

 

Zur Autorin

Karin Büchel ist Diplom-Pädagogin und Autorin aus Bonn-Beuel. Sie schreibt Regionalkrimis, Kurzgeschichten und Geschichten über Frauen und Männer und über die komischen Seiten des Lebens. Häufig angereichert mit einer Prise von schwarzem Humor. Sie hält Lesungen und hat Bücher im Brighton Verlag und im BoD-Verlag veröffentlicht. Im Dezember 2017 erscheint im CMZ-Verlag ihr Krimi "Die Toten im Ennert".

 

 

Kosten: Vorverkauf 8€ Tageskasse 10€ inkl. Wein/Selters/Knabbereien


Dienstag, den 20. Februar 2018 um 15.30 Uhr "Das bisschen Schillern einer Spur "

- Prosa und Lyrik von und mit Marita Bagdahn und Marlies Förster.

Zum Inhalt

Folgen Sie den Autorinnen auf dem Weg in innere und äußere Welten, in schillernde, poetische, in nachdenkliche, amüsante und spannende Geschichten und Gedichte.

 

Zu den Autorinnen

Marlies Förster ist Diplom-Pädagogin und lebt in Bonn. 2012 veröffentlichte sie den Roman "Das bisschen Schillern einer Spur", der mit einem Jahresstipendium des Deutschen Literaturfonds gefördert wurde. Sie las daraus auf den Kranichsteiner Literaturtagen. Sie schreibt seit vielen Jahren Lyrik. Ihren fünften Lyrikband "Wegzeichen" stellt sie in den Freiräumen vor. Darin setzt sie sich mit Lebensfragen auseinander, die uns alle angehen. Es ist eine Spurensuche, ein Orientierungsversuch in unwegsamem Gelände. Marlies Förster wird aus ihrem Roman und aus den Gedichtbänden lesen.

Marita Bagdahn ist gelernte Dipl.-Verwaltungswirtin und lebt in Bonn. Seit 2007 ist sie freiberuflich mit Wort und Stift unterwegs.Als Autorin liebt sie es meist kurz und bündig (Kurzgeschichten, Mini-Texte, Aphorismen). Neben Prosa schreibt sie Gedichte – humorvoll, ernst oder poetisch. Ihre Prosa und Lyrik ist in Anthologien und im Netz veröffentlicht. Im Oktober 2017 erschien ihr erster eigener Band „Schlüsselkind – Geschichten von Menschen,Tieren und Tarnkappen“. Für ihre Werke hat sie bereits viele literarische Preise erhalten. Als Poesiepädagogin verführt und unterstützt sie Menschen zum bzw. beim Schreiben, auch regelmäßig in den Freiräumen.

 

Kosten: Vorverkauf 8€ Tageskasse 10€ inkl.Tee/Kaffee und Gebäck

 


Rückblick 2017

Freitag, den 17.11.2017 um 19.30h

Liebe, Eifersucht und Mord - Krimilesung mit Karin Büchel und Alexa Thiesmeyer

Liebe, Eifersucht und Mord ...

Kurzkrimis sind im Allgemeinen - zum Glück - nicht sonderlich ernst gemeint, sonst wäre beim Krimi-Abend am 17.11.Furcht und kaltes Schaudern vor den Autorinnen Karin Büchel und Alexa Thiesmeyer aufgekommen. In sehr unterschiedlichem Erzählstil warteten die beiden mit insgesamt sieben Geschichten und beunruhigend einfallsreichen, überwiegend weiblichen Tätern auf. Obwohl es unter ihren Opfern nur wenige Überlebende gab,hatten die Zuhörer viel zu lachen. Oft war ein Beziehungsproblem die Triebfeder zum Mord, manchmal standen Agressionen ganz anderer Art hinter der bösen Tat. So kämpfte zum Beispiel die Seniorin Leonore auf unkonventionelle Weise um ihre wohlverdiente Ruhe im Garten, und Féline plante ihr friedliches Weihnachts-fest,ohne die dafür nötigen Verstöße gegen das Straf-gesetzbuch zu scheuen; das mysteriöse schwarze Loch im Labyrinth entpuppte sich überraschend als Bestandteil eines Traums, im Riesenrad auf Pützchens Markt ging es dagegen verflixt realistisch zur Sache, und ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt brachte einen Adventskalender, hinter dessen Türchen das Unheil lauerte, ins eheliche Haus. In einer Erholungspause konnten die Zuhörer bei Wein und Knabbereien durchatmen. Ein gelungener Krimiabend.


Sonntag, den 19.11.2017 um 16.00h

Grimms Märchen für Erwachsene - auswendig und in Originalsprache erzählt von Rose Wolfgarten

Rose Wolfgarten erzählte in Originalsprache aus ihrem Repertoire von - wie sie verriet - zweiundzwanzig (!!!) auswendig gelernten  Märchen der Gebrüder Grimm derer fünf. Erwachsene entrückten für zwei Stunden in ihre Märchenwelt und wollten nicht wirklich wieder auftauchen. Ein Erlebnis mit Suchtfaktor! Rose kommt.

 

Als Rose Wolfgarten wahrnahm, dass die elektronischen Medien, Fernsehen, Hörbücher, Kinder- CDs ganz selbstverständlich das mündliche Erzählen verdrängten, erlernte und ergriff sie den Beruf der Märchenerzählerin. Sie wollte persönlich einem lebendigen Publikum gegenübertreten, den Zuhörern in die Augen sehen und erzählen, wirklich erzählen; nicht einmal ein Märchenbuch sollte dazwischen stehen. Sie wollte also die Erzählsituation herstellen, wie sie war, ehe die Märchen gesammelt, aufge-schrieben und zwischen Buchdeckel gebannt waren, nämlich willkommene gesellige (und gesellschaftliche) Unterhaltung, an langen Winterabenden im Kreis der Familie, beim Handarbeiten oder Silberputzen in der Gesindestube, zu der man zusammenkam, um einander zuzuhören. Rose Wolfgarten hat sich die Märchen der Brüder Grimm ausgesucht, und sie hat so viel Bewunderung und Achtung vor der hohen literarischen Qualität dieser kleinen sprachlichen Kunstwerke, dass sie diese wortwörtlich und in der Originalsprache weitergeben will. Deshalb hat sie sie auswendig gelernt und trägt sie im Kopf. Ihre Kunst, ihr Ziel, ihre Leidenschaft ist es, beim Erzählen absolute Gegenwärtigkeit zu schaffen, so, als geschähen die Dinge gerade in diesem Augenblick. Sie schaut ihr Publikum an und beobachtet, wie es – trotz der altertümlichen Sprache – nach und nach die eigene Gegenwart verliert und nur noch in der Gegenwart der Erzählung lebt. 

 


Rose Wolfgarten

Die Erzählerin hörte als kleines Kind ihrer Mutter, von Beruf Rezitatorin, beim Lernen ihrer Texte zu und hatte dadurch früh genaue Vorstellungen von Atem-, Artikulations- und Sprechtechnik sowie von Betonung, Dynamik und Phrasierung literarischer Texte.Später waren Peter Glass und Christiane Willms ihre Lehrer.Mit dem Märchenerzählen will Rose Wolfgarten zur Wiederbelebung einer Form der Unterhaltung beitragen,die durch das Buch und die elektronischen Medien verdrängt wurden, der des lebendigen Erzählens, wie es früher an langen dunklen Abenden, beim Handarbeiten oder Silberputzen, in Gesellschaften und Salons in hohem Maße üblich war. Dabei wendet sie sich aus zweierlei Gründen nicht in erster Linie an Kinder. Zum einen sind Kinder nichtdie ursprünglichen Adressaten der Märchen, zum zweiten werden Kinder vorwiegend vom Inhalt der Märchen fasziniert. Rose Wolfgarten will aber ausdrücklich auch – und gerade bei den Grimmschen Märchen – den sprachlichen und strukturellen Reiz und Zauber dieser literarischen Gattung vermitteln und die reiche Sprache derAlten in unserer Gegenwart lebendig machen. Deshalb erzählt sie zwar frei (d.h. sie hat kein Buch bei der Hand), aber wortwörtlich im Originaltext. Bereits am 17.03.2017 im Rahmen der Ausstellung "Märchenträume - Geschichten und Kunst verzauberte und entrückte Rose die Zuhörer in eine andere Welt (siehe Foto).

Homepage www.rosewolfgarten.de


Freitag,  den 12.05.2017 um 19.30h

Wilhelm Busch als Maler und seine Geschichte vom “Maler Klecksel” - Lesung mit Günter Trunz

"Günter Trunz präsentiert Maler Klecksel" - musste leider ausfallen

Wilhelm Busch gilt als Vater des modernen Comics. Seine Bildergeschichten sind seit Generationen bekannt und beliebt. 1832 geboren kam er mit 15 Jahren nach Hannover an das Polytechnikum um dort Maschinenbau zu studieren. Nach 4 Jahren brach er gegen den Willen seiner Eltern das Studium ab. Sein Lebensziel war Maler. Die alten flämischen Meister waren seine großen Vorbilder. Zunächst studierte er ein Jahr an der Kunstakademie in Düsseldorf, dann ging er nach Antwerpen. Nach einem weiteren Jahr wechselte er nach München, wo er dann von der Kunstszene aufgenommen wurde und in den „Fliegenden Blättern“ und den „Münchner Bilderbögen“ seine ersten Bildergeschichten veröffentlichte. 1865 kam mit „Max und Moritz“ der große Durchbruch.Sein Lebenswerk umfasst etwa 1000 Ölgemälde, die er aber weitgehend zurückhielt, weil sie den an sich selbst gestellten Ansprüchen nicht genügten. Und Geld konnte er damit nicht verdienen. Das Publikum wollte lieber seine Bildergeschichten von Lausbuben Trunken-bolden, Tieren und mehr. Als seine letzte Bildergeschichte erschien dann 1884 „Maler Klecksel“. Die lange Vorrede ist nach Ansicht der Biographen ein Bravourstück der komischen Lyrik und beinhaltet viel Selbst-ironie. Klecksel scheitert als Maler und Künstler und wird nach vielen Episoden letztendlich erfolgreicher Gastwirt. Günter Trunz, Buschkenner und Rezitator aus Lüdinghausen, zeigt im Vorspann seiner Lesung einige seiner Ölgemälde und gibt Hintergrundinformation zu Busch, seinem Leben und Wirken.


Freitag,  den 17.02.2017 um 19.30h

Geschichten aus der Schublade mit Heidi Möhker

In persönlichen Kreis las Heidi Möhker in den aus bisher unveröffentlichten Geschichten. Anhand des Jugendromans „Emma in Jeans“ zeigte sie auf, dass auch von kritischen Lesern und Lektoren gelobte Geschichten aufgrund der Themenwahl nicht immer problemlos zu einer Veröffentlichung führen. Die vorgelesene Geschichte „Herrgottsgrund“ dagegen wurde einmal für eine Anthologie abgelehnt, verhalf aber bei einer zweiten Einsendung zur Einladung zum Irseer Pegasus. Neben dem Vortrag ihrer Geschichten erzählte Heidi Möhker aber auch von deren Entstehungsprozess, beginnend bei der ersten noch flüchtigen Idee bis hin zur Überarbeitung, die sie auch gerne mit Autorenkollegen bespricht. Z.B. mit der ebenfalls anwesenden Marita Bagdahn, mit der sie eine langjährige Autorenfreundschaft verbindet. Gäste, die durch den Vortrag selbst inspiriert wurden zu schreiben, können hierzu auch gerne die von Marita Bagdahn in den Freiräumen angebotenen Schreibkurse besuchen.

Zum Inhalt

Geschichten aus der Schublade. Jede(r) Autor(in) kennt sie. Eine Idee, Inspiration, ein Wort irgendetwas führt zu einer Geschichte. Sie sind nicht aus dem Papier gewachsen, Herzblut, Liebe, Angst oder ein anderes wirklich großes Gefühl drängten aus dem Menschen heraus. Ließen Sätze um Sätze fließen, kreierten Charaktere, Landschaften, Leben. Und dann? Stecken sie so einfach in der Schublade fest. Früher der Hintersten im Schrank und heute der Virtuellen auf der externen Festplatte. Manche dieser Geschichten wurde in die weite Welt versendet und kamen abgelehnt nach Hause zurück. Andere sind so zerbrechlich, dass Mensch sie gar nicht erst der Welt anvertrauen mag. Und gut. Einige gehören auch einfach nur dahin, wo sie nun sind. In die Schublade oder vielleicht doch besser in den Papierkorb, am besten virtuell, weil um das Papier beim Ausdruck wäre es schon zu schade. In diesen literarischen Schubladen sind aber auch Schätze versteckt. Manchmal ähneln sie ein bisschen dem Diamanten, der erst noch aus der Kohle gepresst werden will. Heidi Möhker öffnet am 17.02. ihre literarische Schublade und liest aus unveröffentlichten, abgelehnten, gelobten aber auch Zuhause verbliebenen und vielleicht auch schlechten (denn entscheidend, ist doch immer das Auge des Betrachters) Texten. Mit dabei sein wird die Geschichte „Herrgottsgrund“, die zunächst bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb abgelehnt wurde, um dann zu einer Einladung zum Irseer Pegasus zu verhelfen.

Zur Autorin

Heidi Möhker, 1968 in Düsseldorf geboren, lebt schon immer mit Geschichten, erlesenen und eigenen. Mit dem jüngsten ihrer drei Kinder und der Katze Lisa zieht sie gerne um, zuletzt nach Rheinbach in die Voreifel.Heidi Möhker ist Mitglied im Netzwerk der Mörderischen Schwestern sowie im Syndikat und arbeitet nach der Veröffentlichung einiger Kurzgeschichten auch an ganzen Büchern, zuletzt wurde „Zwiebelangst“ von ihr veröffentlicht. Homepage www.heidimöhker.de

 


Rückblick auf Lesungen in 2016