Lesungen in 2018

Lesungen als Rahmenprogramm

zur Ausstellung Kontraste - schwarz/weiß

vom 14.09. bis 02.12.2018

Lesungen im Überblick 

in Zusammenarbeit mit Beate Kohmann vom Lektorat Wortgut 

 

Karten gibt es über das Kontaktformular dieser Homepage bzw. können telefonisch bestellt werden (AB). Als Vorverkaufsstellen stehen auch die Herzkammer & Friends - jetzt neu in Bonn-Beuel - und ROSENROT - Damen und Kindersecondhand in Vilich-Müldorf  zur Verfügung.

Öffnungszeiten erfahren Sie hier: www.herz-kammer.dewww.rosenrot-kindersecondhand.de

Kommende Lesungen im Detail

 

Fräulein Broich - Heidi Möhker liest aus ihrem historischen Bonn-Krimi

Freitag, 16.11 um 19.30Uhr

Zur Autorin:

Heidi Möhker, Jahrgang 1968, kommt aus einer Düsseldorfer

Vielleser-Familie. Von klein auf steckte sie die Nase in Bücher, zuerst in fremde, dann in eigene, die auf einer altertümlichen Schreibmaschine der Marke Adler zu Papier gebracht werden. Im Dunstkreis des Nebels, der

manchmal aus dem Rhein aufsteigt, konnte dies nur mörderisch werden …

Zum Inhalt:

Henny Broich möchte im Jahre 1900 beweisen, dass sie als Frau

ebenso mündig ist wie ein Mann. Im aktuellen Fall gelingt es der Krankenpflegerin mit ihren Mitteln, die Morde an Bonner Hoteliers aufzuklären, bei denen ihr Vater, Theodor Broich und ihr neuer Freund Oskar Moosfeld Opfer oder Täter sein könnten. Zugleich lehrt sie ihre Freundin Meta Bruchmann, zu ihren Talenten zu stehen, denn Metas Torten sind die allerbesten in der Stadt.

Homepage: www.heidimöhker.de

Kosten: Vorverkauf 10€; Abendkasse 12€ inkl. Wein/Selters/Knabbereien


Grimms Märchen - Rose Wolfgarten erzählt auswendig in Originalspsrache

Sonntag, 18.11 um 16.00 Uhr (im Anschluss an den Tag der offenen Tür von 11.00 bis 16.00 Uhr)

Zur Autorin:

Als Rose Wolfgarten wahrnahm, dass die elektronischen Medien, Fernsehen, Hörbücher, Kinder- CDs ganz selbstverständlich das mündliche Erzählen verdrängen, erlernte und ergriff sie den Beruf der Märchenerzählerin. Sie wollte persönlich einem lebendigen Publikum gegenübertreten, den Zuhörern in die Augen sehen und erzählen, wirklich erzählen; nicht einmal ein Märchenbuch sollte dazwischen stehen. Sie wollte also die Erzählsituation herstellen, wie sie war, ehe die Märchen gesammelt, aufgeschrieben und zwischen Buchdeckel gebannt waren, nämlich willkommene gesellige (und gesellschaftliche) Unterhaltung, an langen Winterabenden im Kreis der Familie, beim Handarbeiten oder Silberputzen in der Gesindestube, zu der man zusammenkam, um einander zuzuhören. Rose Wolfgarten hat sich die Märchen der Brüder Grimm ausgesucht, und sie hat so viel Bewunderung und Achtung vor der hohen literarischen Qualität dieser kleinen sprachlichen Kunstwerke, dass sie diese wortwörtlich und in der Originalsprache weitergeben will. Deshalb hat sie sie auswendig gelernt und trägt sie im Kopf. Ihre Kunst, ihr Ziel, ihre Leidenschaft ist es, beim Erzählen absolute Gegenwärtigkeit zu schaffen, so, als geschähen die Dinge gerade in diesem Augenblick. Sie schaut ihr Publikum an und beobachtet, wie es – trotz der altertümlichen Sprache – nach und nach die eigene Gegenwart verliert und nur noch in der Gegenwart der Erzählung lebt. 

 Rose Wolfgarten erzählt auswendig, in Originalsprache aus ihrem Repertoire von Märchen der Gebrüder Grimm für Erwachsene.

Erst kürzlich erschien ein ausführlicher Artikel über Sie im Bonner Generalanzeiger:

Kunst des Erzählens - Rose Wolfgarten ist Bonns bekannteste Märchenerzählerin

 

 

Kosten: Vorverkauf 8€; Tageskasse 10€ inkl. Kaffee/Tee und Gebäck


Der Hütejunge - Ulrike Blatter erinnert an eine Kindheit in der Eifel

Sonntag, 25.11 um 11.00 Uhr

Zur Autorin:

Ulrike Blatter, Jahrgang 1962, ist Psychotherapeutin und Schriftstellerin. Sie hat in Rechtsmedizin promoviert und arbeitete mehrere Jahre ehrenamtlich auf dem Balkan. Seit 1997 ist sie als Erwachsenenbildnerin am Institut für Körperzentrierte Psychotherapie in Zürich tätig. Seit 2010 hat sie als nunmehr vollberufliche Autorin mehrere Kriminalromane veröffentlicht.

Homepage: www.ulrike-blatter.de/

 

Zum Inhalt:

Auch die Nachkommen der nächsten und übernächsten Generation sind durch Kriegserfahrungen zutiefst geprägt worden. Gerade, wenn nie darüber gesprochen wurde. Wer aber eine Sprache gefunden hat,

wird nicht ausgrenzen und hassen, sondern mithelfen, dass sich Geschichte nicht wiederholt. Ein kleines Eifeldorf. Der Mittelpunkt

der Welt. Hier wird 1934 ein Junge geboren, der keinen Namen

hat. Das macht aber nichts: Er muss nur schnell erwachsen werden, bevor

der Krieg vorbei ist. Denn Helden brauchen keine Namen.

 

Kosten: Vorverkauf 10€; Tageskasse 12€ inkl. Kaffee/Tee und Gebäck


Kontraste - Mann/Frau

Prof. Günter Vollmer und Anne Haas liefern sich einen literarischen Schlagabtausch

Dienstag, 27.11 um 15.30 Uhr

                                                                    

- fällt aus gesundheitlichen Gründen aus -

Rheingeschneit - Jan-Erik Sander liest aus seinem weihnachtlichen Bonn-Krimi

Freitag,  30.11 um 19.30 Uhr

Zum Autor:

Jan-Erik Sander, Jahrgang 1962, wuchs auf vier Kontinenten auf, studierte Jura in Bonn und Speyer und ist seit fast zwei Jahrzehnten in verschiedenen Funktionen für die Vereinten Nationen und andere internationale Organisationen tätig. Derzeit leitet er das Gemeinsame Wattenmeersekretariat (CWSS) in Wilhelmshaven.

Rheingeschneit ist sein erster Krimi.

Zum Inhalt:

In einer burgartigen Villa am Rhein treffen fünf Personen und eine Hündin zusammen, um gemeinsam Weihnachten zu feiern. Doch die Stimmung wird an Heiligabend durch das Verschwinden eines Gastes getrübt. Und das ist erst der Anfang: Während die Villa langsam einschneit,

sind am ersten Weihnachtstag der Privatsekretär und tags darauf

auch noch der Gastgeber nicht mehr aufzufinden. Am Ende ist alles anders

als gedacht. Und das Verbrechen lauert dort, wo es keiner vermutet.

 

Kosten: Vorverkauf 10€; Abendkasse 12€ inkl. Wein/Selters/Knabbereien


Weihnachtsmatinée - Verschiedene Autoren überraschen mit ...

Sonntag,  02.12. um 11.00 Uhr - vor der Finissage der Ausstellung von 14.00 bis 16.00 Uhr

Verschiedene Autoren überraschen die Zuhörer mit den unterschiedlichsten „literarischen Häppchen“. In vorweihnachtlicher Atmosphäre bei Glühwein und Gebäck gibt es ein Wiedersehen mit vertrauten Gesichtern und neuen „Entdeckungen“. Die teilnehmenden Künstler nähern sich dem Thema Weihnachten aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Mal spannend, mal humorvoll und international, aber auch ganz informativ oder musikalisch; auch märchenhafte und fantastische Facetten kommen nicht zu kurz. Die Autorinnen und Autoren verzichten großzügiger weise auf ihr Honorar, sodass 5€ bzw. 6€ pro Karte der „Aktion Weihnachtslicht“ des General Anzeigers zugute kommen

 

Kosten: Vorverkauf 10€; Tageskasse 12€ inkl. Glühwein und Gebäck

 


Rückblick  

 

Ein Kölner in Bonn, Kölsch und Halver Hahn ..

Am Donnerstag, 18.10. ging es auf literarische Zeitreise und Rolf D. Sabel las aus seinem Köln-Krimi „Landesverrat“. Geschickt verbindet er unterschiedlichen Handlungsstränge und Zeitebenen und schildert eindringlich und authentisch das Leben im zerstörten Köln der Nachkriegszeit sowie die Machtspiele im Weißen Haus in der heutigen Zeit. „Ein spannender Politikthriller um ein Geschehen, das weit in der Vergangenheit zurückliegt, das aber immer noch Auswirkungen auf die Gegenwart hat. Spannend waren auch die Einblicke, die der Autor zur Entstehung des Romans offenbarte und beeindruckend die Stimmgewalt, mit der Sabel Auszüge seines Thriller zum Besten gab. Ein gelungener Abend, zu dem auch Kölsch und Halver Hahn beitrugen.

"Noch einmal aufgeblättert", im Häuserkarrée und Glühwürmchen, die sterben ...

„Unter Taghimmeln und Abendschatten“ lautete der Titel der Veranstaltung mit der Lyrikerin Ingeborg

Brenne-Markner. Am Dienstag, 16.10. las sie aus ihrem neuen Gedichtband „Die langen Tage“ und trug weitere eigene Gedichte. "Wer Ingeborg Brenne-Markners Gedichte liest, geht in einer Bilderwelt spazieren, die sich fast ohne Anlass ausbreitet wie eine Landschaft. Ob sie über frisch geputzte Schuhe schreibt oder über Stoppelfelder – jeden Gegenstand nimmt sie in die Hand, betrachtet, fühlt sich ein, lässt sich führen und erfindet neu. Durch winzige Wendungen „Bäume, die einander grün sind“ – oder überraschende Vergleiche – „heute trägt der Tag seinen Igelschnitt“ fängt sie Stimmungen ein, knüpft Verbindungen zwischen außen und innen. Immer ist ihr typischer Ton zu hören: staunend, emotional, aber ohne Pathos", so kommentiert Iris Schürmann-Mock. Sie hat Recht und die Zugabe vom Glühwürmchen, das aus Liebe stirbt, rührte alle Zuhörer so sehr, dass es als Zugabe wiederholt werden musste.

Dritte Zeitreise mit Bea Tradt in eine Kindheit der 50er-Jahre ...

Bereits zum dritten Mal las Bea Tradt, erste Sängerin der legendären Band Sunny Skies und der derzeitigen Band

Sixties United in den Freiräumen. Nach den Erinnerungen an die Sechziger und Siebziger Jahre entführte sie am Mittwoch, 26.September, 14 Zuhörer im Rahmen der Lesereise Kontraste - Schwarz/weiß in die Fünfziger Jahre. Schon gleich von Beginn an wurde das Publikum musikalisch und „bildlich“ auf diese Zeitreise in ihre Vergangenheit eingestimmt. Sie lachten, schauten, sangen und erinnerten sich … tatsächlich gab es viele, viele Parallelen und Gemeinsamkeiten, die die Zuhörer, die in den Fünfziger Jahren ihre Kindheit verbrachten, miteinander verbanden. Schon in der Pause wurden lebhaft und angeregt Erinnerungen an jenes Jahrzehnt miteinander ausgetauscht.

Schwarzes Watt, Sturmflut, Mord und Dipps eröffnen die Lesereihe Kontraste - schwarz/weiß ...

Der bekannte Autor Hendrik Berg eröffnete mit seinem Küsten-Krimi „Schwarzes Watt“ am Freitag, den 14.9. die neue Lesungsreihe zur Ausstellung „Kontraste – schwarz/weiß: Eine aufziehende Sturmflut im Jahr 1634, ein brutales Verbrechen an einem lauen Sommerabend in Hamburg. Bei der Lesung in den Freiräumen verriet Hendrik Berg dem Publikum natürlich nicht, was dies alles mit einer Frau zu tun hat, die zwanzig Jahre später, während des Sommerurlaubs mit ihrer Familie in St. Peter-Ording, glaubt, dem Mörder ihrer Schwester begegnet zu sein. Die Neugierde war geweckt, die Atmosphäre der rauhen und manchmal mystisch anmutenden Küste spürbar, und viele der Zuhörer nutzen die Pause bei leckeren Dipps und Wein zum interessierten Austausch mit dem Autor. In der zweiten Hälfte der Veranstaltung lernte das Publikum „Watson“ kennen, einen sabbernden Riesenhund und sporadischen Begleiter des Kommissars. Die Auflösung des vierten Falls für Kommissar Krumme, der sich in seiner neuen Heimat Husum immer wohler fühlt, blieb natürlich weiterhin das Geheimnis des Autors. Hendrik Berg versicherte dem Publikum aber augenzwinkernd, dass „alle Handlungsfäden am Ende auf geniale Weise zusammengefügt“ würden. Wer sich davon überzeugen wollte, hatte die Gelegenheit, die Krimis mit persönlicher Widmung und sogar einer kleinen Zeichnung des Autors zu erwerben. Ein paar signierte Exemplare des Küstenkrimis „Schwarzes Watt“ sind auch noch im neuen Buchregal der Freiräume erhältlich.

 

Lesungen als Rahmenprogramm

zur Ausstellung Dimensionen nah und fern

vom 09.03. bis 29.06.2018

Lesungen im Über- und Rückblick 

Perfekter Abschluss der Lesereihe Dimensionen nah und fern mit Anja Eichbaum

Mit einen Cocktail in der Hand, im Schatten der Bäume, genossen die Zuschauer den perfekten Sommerabend im Garten der Freiräume und lauschten der Lesung von Anja Eichbaum. Die sympathische Autorin schaffte es mit Leichtigkeit, das Publikum gedanklich nach Norderney zu entführen - dem Handlungsort ihres Krimis

"Inselcocktail". Angereichert mit interessanten und witzigen Geschichten rund um die Entstehungsgeschichte ihres Buchs sowie über die Besonderheiten der Polizeiarbeit auf einer Insel, unterhielt Eichbaum die Zuhörer. Die Lesung am Freitag beendete die abwechslungs- und erfolgreiche Lesungsreihe zum Thema "Dimensionen - nah und fern" in den Freiräumen.

 

Heimsuchung - eine mecklenburgische Familiensaga über Fremdheit und Zusammenhalt

Die Matinee-Lesung mit Christel Spindler fand bei herrlichem Wetter im Garten der Freiräume statt.

Unter einem großen Baum sitzend, lauschten die Zuschauer am Sonntag, dem 6. Mai der Autorin,

die aus ihrem Roman "HeimSuchung" las. Die in Mecklenburg geborene Spindler erzählte eine leise

und eindringliche Familiengeschichte, mit erkennbar autobiographischen Bezügen. Keine leichte Kost,

aber gerade deshalb - oder trotzdem - passte sie so wunderbar in die frühsommerliche Umgebung, die

die Autorin sogar ein wenig an einen Garten in ihrem Geburtsort erinnert, den sie in ihrem Roman beschreibt.

Am Freitag, dem 13. las Paul Schaffrath aus seinem Provence-Krimi ...

Am Freitag, dem 13. (April) konnten die Zuschauer einen stimmungsvollen Abend in den Freiräumen genießen. Bei der spannenden und unterhaltsamen Lesung aus seinem Krimi „Der Nebel von Avignon“ entführte der Autor Paul Schaffrath die Zuschauer in eine provenzalische Kleinstadt, deren Postkartenidylle sich schnell als trügerisch erwies. In der Pause hatten die Zuhörer bei französischem Wein, Baguette und köstlichen Dips die Gelegenheit mit dem Autor und Verleger ins Gespräch zu kommen. In der zweiten Hälfte der Lesung unterhielt Schaffrath das

Publikum mit seiner gut gewählten, mörderischen Kurzgeschichte aus dem Buch „Zwischen Godorf und Gomorrah“.

Am Dienstag, 20. März las Gigi Louisoder aus ihren Kurzgeschichten ...

Aus ihrem Buch „Irgendwas ist immer" erzählte Gigi Louisoder wie ein Mann zum Schmuckstück, eine Fahrt mit dem Jaguar zur Katastrophe und eine Beerdigung an den Polarkreis führte. Da half Sport gegen Bosheiten und alte Träume wurden wahr. Eine Lesung für alle, die lieber zuhörten als die Zeit totzuschlagen – denn irgendwas ist schließlich immer. "Der intime Charakter der Freiräume und die Atmosphäre haben mir gefallen" - so die Rückmeldung eines Zuhörers - "ich komme gerne wieder."

Am Dienstag, 13. März war love in the air ...

Am 13. März ging die unterhaltsame Zeitreise in Form von heiteren Erinnerungen in Wort, Bild und Ton an die wilden und bunten 70er-Jahre mit Bea Tradt weiter. Es wurde viel gelacht bei dem Rückblick auf die damaligen

„Mode-Entgleisungen“, die wir alle mitgemacht haben, ebenso wie die „Trimm-Dich“-Bewegung, bei Erinnerungen an Telefonzellen mit vollgeschmierten Telefonbüchern, Schreibmaschinen, mit denen man sich nicht verschreiben durfte, „gesunden“ Menthol-Zigaretten, die bei Halsschmerzen halfen, dem Kuppelei-Paragraphen, es wurde

mitgesungen bei den Songs von Abba, Marianne Rosenberg und den BeeGees, und wieder waren wir uns alle einig, dass – unter bewusster Ausblendung der politischen Ereignisse, die wir damals zwar mitbekamen, die uns aber nicht persönlich tangierten, auch die Siebziger ein tolles Jahrzehnt war, das uns alle geprägt hat! Und die kleine Brotzeit in der Pause mundete auch wie man sieht.

Freitag, 09.03.2018 hieß es: „Island – Insel aus Feuer und Eis“ ...

Die Übersetzerin Tina Flecken erzählte von ihrer Arbeit mit isländischer Literatur und gab Kostproben ihres Schaffens. Moderiert wurde die Lesung von der Bonner Krimiautorin Alexa Thiesmeyer.

Viele Zuhörer, die am 9. März in die Freiräume gekommen waren, haben Island bereits selbst bereist und teilen die Begeisterung und Faszination für das "Land aus Feuer und Eis" mit der Kölner Übersetzerin Tina Flecken und der Bonner Krimiautorin Alexa Thiesmeyer. In einem angeregten Gespräch erläutert Flecken, die mehrere Jahren in Island gelebt und an der Universität in Reykjavik Isländisch studiert hat, den interessierten Zuhörern die Besonderheiten der Übersetzung aus einer Sprache, die zum Teil - abgesehen von stärkeren Veränderungen

in der Aussprache und vielen Wortneuschöpfungen - noch fast identisch mit der alten Wikingersprache, dem Altnordischen ist. Kostproben auf Isländisch gab es beim Vorlesen einiger Bónus Supermarktgedichte von

Andri Snær Magnason und einem kleinen Auszug aus den berühmten Islandsagas, an deren Neuübersetzung Flecken mitgewirkt hat. Dass die unterschiedlichen Nuancen des Fells von Schafen eine Übersetzerin fast an ihre Grenzen bringen können und der typisch isländische „Hot Pot“ nicht als richtige Übersetzung erkannt wird und kurzerhand vom Verlag zum „Hot Tub“ verunglimpft wird, erfuhren die Zuhörer ebenfalls. Natürlich kam auch der

isländische Krimi nicht zu kurz und Flecken stellte u.a. die Autorin Yrsa Sigurdardóttir vor, deren Bücher sie übersetzt. Die Zuhörer nahmen viele neue Eindrücke über die Besonderheiten des weiten Landes mit

all seinen Naturphänomenen mit, das aber auch manchmal fast zu eng sein kann, wenn sich das kulturelle Leben nur in der Hauptstadt abspielt und jeder jeden kennt. Die Frage, ob es wirklich Elfen in Island gibt, konnte nicht

abschließend geklärt werden.

 

 

Den Rückblick der Lesereihe zur Ausstellung "Kunstwechsel und Spurensuche" vom 26.01.2018 bis 25.02.2018 finden Sie hier: Archiv/Das Jahr 2018