Lesungen in 2019

Lesungen als Rahmenprogramm

zur Ausstellung Spurensuche in Raum und Zeit

vom 08.02. bis 30.06.2019

 

in Zusammenarbeit mit Beate Kohmann vom Lektorat Wortgut 

 

Lesungen im Überblick 

Karten gibt es über das Kontaktformular dieser Homepage bzw. können telefonisch bestellt werden (AB). Als Vorverkaufsstellen stehen auch die Herzkammer & Friends - jetzt neu in Bonn-Beuel - und ROSENROT - Damen und Kindersecondhand in Vilich-Müldorf  zur Verfügung. (Adressen siehe Spalte rechts)

Öffnungszeiten erfahren Sie hier: www.herz-kammer.dewww.rosenrot-kindersecondhand.de

Kommende Lesungen im Detail

 

1.

Der Tod bohrt nach - Szenische Lesung mit Isabella Archan

Freitag, 8. Februar. 2019 um 19.30 Uhr

im Anschluss an die Vernissage der Ausstellung Spurensuche in Raum und Zeit

Kosten: Vorverkauf 10€; Abendkasse 12€ inkl. Wein/Selters/Knabbereien

 

Zur Autorin:

Zum Inhalt:

 

 


2.

Spurensuche in Briefen, Zeit und Raum

Matineelesung am Sonntag, 10. Februar. 2019 um 11.00 Uhr

Kosten: Vorverkauf 10€;Tageskasse 12€ inkl. Sekt/Selters/Knabbereien

 

Zu den Autoren:

Die Journalistin und Texterin, Martina Siems-Dahle, schreibt bevorzugt

Kurzgeschichten und Gedichte in der Art der Poetry Slam Lyrik. Im Frühjahr 2013 erschien ihr biografischer Roman "Briefe lügen nicht - Eine

Familiengeschichte des 20. Jahrhunderts". Seit kurzem ist ihr

psychologischer Gesellschaftsroman „Das wiedergeborene Kind“ auf dem Buchmarkt. Sie organisiert Autorenlesungen, steht aber auch selbst gern auf der Lesebühne. Sie ist Mitglied im Autorenforum Köln e.V. und im Bundesverband junger Autoren. Martina E. Siems-Dahle (geb. 1958 in

Oldenburg) lebt mit ihrem Mann in Köln. Zusammen gehört ihnen die

Künstleragentur STUDIO D Entertainment.

Günter Vollmer, Jahrgang 1940, verfasste während seiner Tätigkeit als Professor für Chemie und ihre Didaktik neben einer Vielzahl von Sachbüchern auch mehrere Erzählungen. Nach seiner Emeritierung wurden Letztere zum Schwerpunkt seiner Arbeiten. Unter dem Titel „Als die

Wahrheit ausbrach“ erschien 2016 der erste Band und mit „Wie?

Sie sind auch schon siebzig? im Jahr 2017 der zweite Band mit

Kurzgeschichten.

Anne Haas

- Informationen folgen -

 

 

Zum Inhalt:

Martina Siems-Dahle liest "Briefe lügen nicht" und aus "Komm! lass uns von vorne anfangen"

 

Inhalt "Briefe lügen nicht" : Oldenburg, 2008: Martina Siems-Dahle traut nach dem Tod ihrer Mutter bei der Nachlass-Sichtung kaum ihren Augen. Sie stößt auf Hunderte Briefe, Gedichte, Notizzettel, akribisch abgeheftet zwischen alten Akten. Die Dokumente umfassen eine Zeitspanne von beinahe 100 Jahren und beginnen am Anfang des 20. Jahrhunderts. Diese Korrespondenz dreier Generationen spiegelt wider, wie ihre Eltern und Großeltern wirklich waren, wie sie dachten und fühlten, politisch und menschlich. Die Autorin bricht in den 1970er-Jahren, wie viele Heranwachsende ihrer Generation, mit den Werten und Tugenden ihrer Eltern. Eine Tatsache, aus der heraus sich in jener Zeit ein zum Teil demütigender Briefwechsel zwischen der Autorin und ihren Eltern entwickelte. Auch diese oft ergreifende Korrespondenz ist erhalten. Erst beim Sichten und Auswerten der vielen Briefe und Aufzeichnungen begreift die Tochter, warum die Eltern so waren, wie sie waren. In einer gelungenen Mischung aus Anekdoten und Original-Briefen eröffnet sie den Lesern einen ungewöhnlichen und authentischen Blick in das Leben und Fühlen der Menschen des 20. Jahrhunderts. Dabei offenbart sie eine Gabe, die auch die anderen Familienmitglieder in der Korrespondenz unter Beweis stellen: Humor. „Briefe lügen nicht" ist ein anrührender biografischer Roman, der unsentimental und präzise deutsche Geschichte erzählt und von menschlichen Unzulänglichkeiten, von Wünschen, Träumen und Sehnsüchten handelt. Ohne Pathos, ohne erhobenen Zeigefinger, sondern mit einer kräftigen Portion Humor. Sehr empfehlenswert für jede Altersgruppe.“ (Renate Naber, WDR 5 Literaturkritikerin)

Inhalt "Komm! lass uns von vorne anfangen": Wenn die Tochter mit dem Vater ....Die Leidenschaft für die deutsche Sprache und ihren literarischen Formen hat Hans-Jürgen Siems (1921-2006) eindeutig an seine Tochter, Martina Siems-Dahle, weitergegeben.Hans -Jürgen Siems verfügte über eine seltene Gabe: In Blitzesschnelle verdrehten seine Synapsen Worte und Sätze. Er war ein Schüttelreimer. Er schrieb aber auch "normale" Gedichte und Limericks, Schüttelreim-Limericks und Schüttelreim-Sonette.
Martina Siems-Dahle hat diese spezielle Begabung allerdings nicht. Aber (Kurz-)Geschichten zu schreiben und auch Gedichte - diese in Form von Poetry Slam Lyrik - daran hat sie reichlich Spaß.

 

Günter Vollmer liest Kurzgeschichten:

Informationen zum Inhalt von Anne Haas folgen


3.

Spurensuche in Bonn - Ditmar Doerner liest aus seinen Regional-Krimis

Freitag, 22. Februar. 2019 um 19.30 Uhr

Copyright B.Koch
Copyright B.Koch

Kosten: Vorverkauf 10€; Abendkasse 12€ inkl. Wein/Selters/Knabbereien

 

Zum Autor:

Ditmar Doerner lebt seit den 1960ern im Rheinland, hat dort Lesen und

Schreiben gelernt und ist seitdem dabei geblieben; zuerst in der Schule, später an der Bonner Uni, bei Radio Bonn/Rhein-Sieg und seit nunmehr 20 jahren für den WDR. Da dort die Berichte, die man ihm zutraut, maximal 4 Minuten lang sind, versucht er, der übrig gebliebenen Wörter in seinen Büchern unterzubringen. Ditmar Doerner lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in der Nähe von Bonn.

Zum Inhalt:

Exitus Venusberg: Ein junger Assistenzarzt liegt ermordet in den Katakomben des Universitätsklinikums Bonn. Die beiden Kommissare Margot Lukas und Fabian Faust finden zuerst trotz wenig Schlaf und eifrigen Nachforschungen weder Mörder noch mögliches Motiv. Auch die Ermittlungen in der Familie des Opfers und im Studentenheim, in dem der Arzt bis zu seinem Tod lebte, bringen die beiden nicht weiter. Doch dann erfahren die Kommissare, dass es vor wenigen Jahren schon einmal den ähnlichen Todesfall einer jungen Ärztin gab. Diese Nachricht führt

Margot und Fabian auf eine neue Fährte, die sie selbst in Gefahr bringt

... "Elektrisierende Spannung von der ersten Seite an. Glaubhafte Charaktere und eine dichte Handlung, die Kino im Kopf schafft. Man wird die Schauplätze in Bonn und Umgebung ab sofort mit anderern Augen sehen" (Volker Groß, Radio Bonn/Rhein-Sieg)

Marie ein stiller Tod :Vorweihnachtsstimmung kommt bei den beiden Bonner Kriminalhauptkommissaren Margot Lukas und Fabian Faust erst einmal nicht auf. Sie haben einen ganz besonderen Fall zu lösen: Wenige Stunden, nachdem sie ihre Pflegetochter getötet hat, wird die Mörderin

umgebracht – und zwar auf die exakt gleiche Weise. Nun müssen Margot und Fabian den Mörder der Mörderin finden. Und das, obwohl die beiden viel mehr interessiert, warum das kleine Mädchen sterben musste. Vor

allem Margot macht der Fall mehr zu schaffen, als ihr lieb ist.


4.

Mörderisches Semester - Heidi Schumacher liest aus ihrem Bonn-Krimi

Mittwoch, 27. Februar. 2019 um 18.00 Uhr

Zum Autor:

Heidemarie Schumacher lehrte Medienwissenschaft an den Universitäten Siegen, Marburg, Erlangen-Nürnberg und Bonn. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen schrieb sie drei Romane sowie vier Kriminalromane mit der Ermittlerin Antonia Rabe (zuletzt: "Mörderisches Semester") und ein Theaterstück.

Zum Inhalt:

Nach der Aufklärung von Mordfällen auf Rügen hat es Privatermittlerin Antonia Babe beruflich ins Rheinland verschlagen. Aus der Wohnungssuche in Bonn wird jedoch rasch eine Ermittlung in einem Mordfall: Ein pensionierter Professor der Universität wurde erschlagen aufgefunden. Eine Studentin bittet Antonia um Hilfe bei der Aufklärung. Antonia ermittelt undercover in der Universität und hat es mit einer Vielzahl von Verdächtigen zu tun. Aber nur einer von ihnen hat die Tat begangen – und dieser richtet sein Augenmerk bald auch auf Antonia.

Kosten: Vorverkauf 10€; Abendkasse 12€ inkl. Bier/Getränk und Abendsnack


5.

Die literarische und kulinarische Spur führt nach Griechenland

- Sigrid Wohlgemuth liest aus ihrem Roman Ein Stück Süden für dich

Freitag, 08.März. 2019 um 19.30 Uhr

Zur Autorin:

- Informationen folgen -

Zum Inhalt:

 

 

Kosten: Vorverkauf 10€; Abendkasse 12€ inkl. Wein/Selters/Knabbereien


6.

Der ferne Sommer - Paul Schaffrath liest aus seinem Rheinland-Krimi

Freitag, 22. März. 2019 um 19.30 Uhr

Zum Autor:

- Informationen folgen -

Zum Inhalt:

 

 

Kosten: Vorverkauf 10€; Abendkasse 12€ inkl. Wein/Selters/Knabbereien


Rückblick   

Lesungen in 2018

Lesungen als Rahmenprogramm

zur Ausstellung Kontraste - schwarz/weiß

vom 14.09. bis 02.12.2018

Voll, witzig, berührend, schwarz-humorig, düster und fantasievoll, musikalisch und vor allem weihnachtlich ...

Voll war es, witzig, berührend, schwarz-humorig, düster und fantasievoll, musikalisch und vor allem weihnachtlich bei der Matinee am 1. Adventssonntag. Vielen Dank an Sameena Jehanzeb, Karin Büchel, Irma und Peter Becker, Sigrid Wohlgemuth und Bea Tradt und allen Besuchern der Freiräume, die diese Weihnachtsmatinee zu einem ganz besonderem Erlebnis gemacht haben. Wir freuen uns sehr, 200 Euro an die Aktion „Weihnachtslicht“ des General Anzeigers zu übergeben. Im Anschluss fand dann mit der Finissage die Ausstellung Kontraste -schwarz/weiß mit Bildern von Barbara Kroke, Irmgard Hofmann und Stefanie Pung ihren krönenden Abschluss.

Rheingeschneit  ...

Jan-Erik Sander erkundigte sich zunächst bei seinen Zuhörern, ob sie denn auch gut zu Abend gegessen hätten. Glücklich, wer dies bejahen konnte, denn gegessen und getrunken wird in dem Weihnachtskrimi „Rheingeschneit“ eigentlich ständig. Mit stimmungsvollen Bildern und einem Augenzwinkern beschreibt der Autor eine kleinen Weihnachtsgesellschaft, die – nebst Hündin – die Feiertage gemeinsam verbringt. Es werden Gespenstergeschichten erzählt, Kindheitserinnerungen ausgetauscht und eben opulent gegessen und getrunken. Doch die Idylle trügt, und warum nach und nach plötzlich Gäste aus der eingeschneiten Villa verschwinden, hat Sander seinen Zuhörern natürlich nicht verraten. Hungrig verlassen musste aber niemand die Freiräume, denn Dips und Baguette standen in der Pause bereit und bei einem Gläschen Wein konnten sich die Besucher angeregt unterhalten.

 Der Hütejunge - Ulrike Blatter erinnert an eine Kindheit in der Eifel ...

Leichtigkeit und Lachen beim Thema „Kriegskindheit“ – geht das? Ulrike Blatter bleibt in ihrem Roman „Der Hütejunge“ nah dran an den Gefühlen eines kleinen Jungen, der 1934 geboren wurde und einen kindlich unverstellten Blick auf den Alltag des Dritten Reiches bietet. Vieles, was im Rückblick entsetzlich und belastend ist, erscheint diesem kindlichen Helden als ein einziges großes Abenteuer. Ulrike Blatter gelang es bei ihrer Lesung fein nuanciert kindliche Gefühle darzustellen – auch wenn die Botschaft zwischen den Zeilen bei den Zuhörenden manchmal bewirkte, dass das Lachen im Halse steckenblieb. Die Autorin scheut kontroverse Themen nicht. In ihrem nächsten Roman, der 2019 erscheinen wird, geht es um eine Familie, deren Tochter zum IS nach Syrien verschwindet. Die Einnahmen der Lesung in den Freiräumen werden an die AWO-Bosnienhilfe gespendet und helfen jungen Menschen dort eine Perspektive aufzubauen. Dieses Projekt unterstützt Ulrike Blatter seit 2002. Weitere Infos hier: http://www.ulrike-blatter.de/mein-projekt-2/

Ein märchenhafter Ausklang  - Rose Wolfgarten erzählte auswendig und in Originalsprache ...

Am 18.11. im Anschluss an den Tag der offenen Tür war erneut Rose Wolfgarten in den Freiräumen zu Gast und verführte ihre erwachsenen Zuschauer in die Welt von Grimms Märchen. Als die Märchenerzählerin vor Jahren schon wahrnahm, dass die elektronischen Medien, Fernsehen, Hörbücher, Kinder- CDs ganz selbstverständlich das mündliche Erzählen verdrängen, erlernte und ergriff sie den Beruf der Märchenerzählerin. Sie wollte persönlich einem lebendigen Publikum gegenübertreten, den Zuhörern in die Augen sehen und erzählen, wirklich erzählen; nicht einmal ein Märchenbuch sollte dazwischen stehen. Sie wollte also die Erzählsituation herstellen, wie sie war, ehe die Märchen gesammelt, aufgeschrieben und zwischen Buchdeckel gebannt waren, nämlich willkommene gesellige (und gesellschaftliche) Unterhaltung, an langen Winterabenden im Kreis der Familie, beim Handarbeiten oder Silberputzen in der Gesindestube, zu der man zusammenkam, um einander zuzuhören. Rose Wolfgarten hat sich die Märchen der Brüder Grimm ausgesucht, und sie hat so viel Bewunderung und Achtung vor der hohen literarischen Qualität dieser kleinen sprachlichen Kunstwerke, dass sie diese wortwörtlich und in der Originalsprache weitergeben will. Deshalb hat sie sie auswendig gelernt und trägt sie im Kopf. Ihre Kunst, ihr Ziel, ihre Leidenschaft ist es, beim Erzählen absolute Gegenwärtigkeit zu schaffen, so, als geschähen die Dinge gerade in diesem Augenblick. Sie schaut ihr Publikum an und beobachtet, wie es – trotz der altertümlichen Sprache – nach und nach die eigene Gegenwart verliert und nur noch in der Gegenwart der Erzählung lebt und das gelang ihr am Sonntag zum dritten Mal in Folge. Ein märchenhafter Ausklang des Tages der offenen Tür bei frischem Kaffee und Butterkuchen.

Eine wunderbare Premierenlesung ...

Wunderbar aufmerksame und interessierte Gäste mit überraschend hohem Männeranteil für einen offiziell

entschleunigten historischen Kriminalroman mit dem Schwerpunkt Frauenrechte (knapp 25%!) waren zur Premierenlesung Frl. Broich von Heidi Möhker am Freitag, den 16.11. gekommen. Und tatsächlich aus Eigeninteresse und nicht als Begleitung! Dabei kamen die Erzählungen aus der Entstehungsgeschichte des Romans ebenso gut an wie die gelesenen Buchpassagen. Nicht zu vergessen, die beliebten Pausengespräche bei Getränken und Knabbereien, über Bonner Stadtpläne, Häuser und Stadtrundgängen. “Gerne komme ich im nächsten Jahr mit mit "Emma in Jeans" wieder. Durfte ich sie doch 2017 schon als unveröffentlichte Geschichte aus der Schublade in den Freiräumen vorstellen“, so Heidi Möhker. Wir freuen uns schon jetzt darauf!

Ein Kölner in Bonn, Kölsch und Halver Hahn ..

Am Donnerstag, 18.10. ging es auf literarische Zeitreise und Rolf D. Sabel las aus seinem Köln-Krimi „Landesverrat“. Geschickt verbindet er unterschiedlichen Handlungsstränge und Zeitebenen und schildert eindringlich und authentisch das Leben im zerstörten Köln der Nachkriegszeit sowie die Machtspiele im Weißen Haus in der heutigen Zeit. „Ein spannender Politikthriller um ein Geschehen, das weit in der Vergangenheit zurückliegt, das aber immer noch Auswirkungen auf die Gegenwart hat. Spannend waren auch die Einblicke, die der Autor zur Entstehung des Romans offenbarte und beeindruckend die Stimmgewalt, mit der Sabel Auszüge seines Thriller zum Besten gab. Ein gelungener Abend, zu dem auch Kölsch und Halver Hahn beitrugen.

"Noch einmal aufgeblättert", im Häuserkarrée und Glühwürmchen, die sterben ...

„Unter Taghimmeln und Abendschatten“ lautete der Titel der Veranstaltung mit der Lyrikerin Ingeborg

Brenne-Markner. Am Dienstag, 16.10. las sie aus ihrem neuen Gedichtband „Die langen Tage“ und trug weitere eigene Gedichte. "Wer Ingeborg Brenne-Markners Gedichte liest, geht in einer Bilderwelt spazieren, die sich fast ohne Anlass ausbreitet wie eine Landschaft. Ob sie über frisch geputzte Schuhe schreibt oder über Stoppelfelder – jeden Gegenstand nimmt sie in die Hand, betrachtet, fühlt sich ein, lässt sich führen und erfindet neu. Durch winzige Wendungen „Bäume, die einander grün sind“ – oder überraschende Vergleiche – „heute trägt der Tag seinen Igelschnitt“ fängt sie Stimmungen ein, knüpft Verbindungen zwischen außen und innen. Immer ist ihr typischer Ton zu hören: staunend, emotional, aber ohne Pathos", so kommentiert Iris Schürmann-Mock. Sie hat Recht und die Zugabe vom Glühwürmchen, das aus Liebe stirbt, rührte alle Zuhörer so sehr, dass es als Zugabe wiederholt werden musste.

Dritte Zeitreise mit Bea Tradt in eine Kindheit der 50er-Jahre ...

Bereits zum dritten Mal las Bea Tradt, erste Sängerin der legendären Band Sunny Skies und der derzeitigen Band

Sixties United in den Freiräumen. Nach den Erinnerungen an die Sechziger und Siebziger Jahre entführte sie am Mittwoch, 26.September, 14 Zuhörer im Rahmen der Lesereise Kontraste - Schwarz/weiß in die Fünfziger Jahre. Schon gleich von Beginn an wurde das Publikum musikalisch und „bildlich“ auf diese Zeitreise in ihre Vergangenheit eingestimmt. Sie lachten, schauten, sangen und erinnerten sich … tatsächlich gab es viele, viele Parallelen und Gemeinsamkeiten, die die Zuhörer, die in den Fünfziger Jahren ihre Kindheit verbrachten, miteinander verbanden. Schon in der Pause wurden lebhaft und angeregt Erinnerungen an jenes Jahrzehnt miteinander ausgetauscht.

Schwarzes Watt, Sturmflut, Mord und Dipps eröffnen die Lesereihe Kontraste - schwarz/weiß ...

Der bekannte Autor Hendrik Berg eröffnete mit seinem Küsten-Krimi „Schwarzes Watt“ am Freitag, den 14.9. die neue Lesungsreihe zur Ausstellung „Kontraste – schwarz/weiß: Eine aufziehende Sturmflut im Jahr 1634, ein brutales Verbrechen an einem lauen Sommerabend in Hamburg. Bei der Lesung in den Freiräumen verriet Hendrik Berg dem Publikum natürlich nicht, was dies alles mit einer Frau zu tun hat, die zwanzig Jahre später, während des Sommerurlaubs mit ihrer Familie in St. Peter-Ording, glaubt, dem Mörder ihrer Schwester begegnet zu sein. Die Neugierde war geweckt, die Atmosphäre der rauhen und manchmal mystisch anmutenden Küste spürbar, und viele der Zuhörer nutzen die Pause bei leckeren Dipps und Wein zum interessierten Austausch mit dem Autor. In der zweiten Hälfte der Veranstaltung lernte das Publikum „Watson“ kennen, einen sabbernden Riesenhund und sporadischen Begleiter des Kommissars. Die Auflösung des vierten Falls für Kommissar Krumme, der sich in seiner neuen Heimat Husum immer wohler fühlt, blieb natürlich weiterhin das Geheimnis des Autors. Hendrik Berg versicherte dem Publikum aber augenzwinkernd, dass „alle Handlungsfäden am Ende auf geniale Weise zusammengefügt“ würden. Wer sich davon überzeugen wollte, hatte die Gelegenheit, die Krimis mit persönlicher Widmung und sogar einer kleinen Zeichnung des Autors zu erwerben. Ein paar signierte Exemplare des Küstenkrimis „Schwarzes Watt“ sind auch noch im neuen Buchregal der Freiräume erhältlich.

 

 

Den Rückblick der Lesereihe zur Ausstellung "Kunstwechsel und Spurensuche" vom 26.01.2018 bis 25.02.2018 und zur Ausstellung "Dimensionen nah und fern" vom 09.03.2018 bis 29.06.2018 finden Sie hier: Archiv/Das Jahr 2018

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